Dackmarkise

Eine kleine Markisen-Kunde.

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Markisen, jede hat ihre Vor- und Nachteile. Hier stellen wir einmal die drei vor:

  • Sackmarkise
    Die Sackmarkise wird in die Kederleiste (umlaufende C-förmige Schiene am Wohnwagen) eingezogen. Um die Markise zu nutzen, wird der Reißverschluss des Sacks aufgemacht und die Markise herausgerollt. Anschließend baut man die Markise wie ein Zelt mit den beliegenden Stangen auf. Die Sackmarkise kann nur vollständig ausgerollt werden. Um an den Reißverschluss zu kommen ist ein Tritt oder eine Leiter nötig, das wird sehr schnell nervig und bei Wind und Regen ist das Einpacken nicht mehr lustig.
     
  • Seitenmarkise
    Diese Variane hat ein Aluminium-Gehäuse in dem neben dem Stoff auch das komplette Gestänge enthalten ist. Wie bei der Hausmarkise wird die Seitenmarkise einfach herausgekurbelt und kann in fast jeder Länge benutzt werden. Sie wird seitlich am Wohnwagen befestigt. Damit kann sie an nahezu jedem Wohnwagen angebraucht werden.
    Bei der Seitenmarkise muss die Innenwand des Wohnwagens an den Montagestellen verstärkt werden um die Kräfte aufzunehmen und zu verteilen. Sonst kann einem die Markise samt Schrauben wegfliegen und man hat drei große Löcher in der Seitenwand.
     
  • Dachmarkise
    Sie funktioniert genau wie die Seitenmarkise, wird aber auf dem Dach montiert. Dadurch bleibt zum Einen die Kederleiste nutzbar, zum Anderen ist die Befestigung auf dem Dach deutlich einfacher und stabiler als bei der Seitenmarkise.

Montage

Wir haben uns für die Dachmarkise entschieden, weil wir diese selbst montieren wollten. Damit gab es aber auch schon das erste Problem: Der Kamin der Heizung war im Weg. Vom Einbau des Movers hatten wir ja noch die Lochsägen, die konnten jetzt wieder zeigen, was sie können. Bei einem bekannten Internet-Auktions-Haus habe ich ein paar Verschlussstopfen für 70mm Alurohre gekauft und damit den alten Kamindurchbruch verschlossen, ein neues Loch für den Kamin gebohrt und darin den Kamin mit reichlich Dichtmasse montiert. Die alten Kaminrohre waren jetzt zu kurz, daher wurde der gesamte Abgasweg neu verlegt. 

Es gibt verschiedenste Adapter und auch Querschienen um die Markise auf dem Dach zu befestigen. Wir haben uns für die Klebevariante entschieden, da noch eine Solaranlage auf das Dach soll und da würden Querstangen nur stören. Der Klebstoff härtet innerhalb von 24 Stunden soweit aus, dass man den Wohnwagen an den Befestigungspads der Markise anheben könnte. 

Die Pads werden nach Angabe des Markisenherstellers auf der Länge verteilt. Wichtig hierbei ist, die Punkte, an denen die Gelenk-Arme sitzen, zu erwischen. Dann kommen Löcher von oben in die Kederleiste. Hiermit werden die Pads parallel ausgerichtet. 

Die Stellen werden mit Malerkrepp abgeklebt und die Dachfläche der Klebestellen zunächst gründlich gereinigt. Dann mit dem zum Kleber passenden Aktivator nach Anleitung die Klebestelle und die Pads vorbereiten. Einmalhandschuhe tragen! Während die Chemie arbeitet und ablüftet, kommt die Markise schon mal auf das Dach. Dazu braucht es 2 bis 3 Mann und zwei Leitern. Sind alle Klebeflächen trocken, werden die Pads zügig mit Klebstoff versehen. Die Pads aufkleben, beim Verschrauben die Abstandshülsen und die Dichtmasse nicht vergessen und die Markise als Beschwerung darauf befestigen. Für den ersten Tag ist nun Feierabend!

Am nächsten Tag muss noch das Dichtband unter die Markise. Dieses verhindert, dass Wasser vom Dach unter die Markise und auf die darunter Sitzenden geweht werden kann. Die Markise wird aus der Halterung genommen und das Dichtband vor den Pads an der Kederleiste befestigt. Hier hatte ich einen echten Nervenkrieg mit dem Band. Der Hersteller hat ein Dichtband von 30x30mm beigelegt, der Spalt der bei uns blieb, war aber nur 15x15mm gross. Also habe ich auf dem Dach hockend das 3,50m lange Band mit dem Cuttermesser zurecht gesäbelt, bevor das Band auf die Leiste kam. Dann einfach wieder die Markise einsetzen, das erste Mal rauskurbeln und den Schatten genießen.